/Zahnersatz – 8. Teil unserer Fachartikelreihe im Kölner Stadt-Anzeiger

Zahnersatz – 8. Teil unserer Fachartikelreihe im Kölner Stadt-Anzeiger

Zahnersatz – die schönen Klassiker

Nach einem Zahnverlust stellt sich die Frage, welche Form des Zahnersatzes ist die Richtige?!

Neben dem Zahnimplantat gibt es immer noch die klassischen Versorgungsformen wie Brücke oder Prothese – und das zu Recht! Wir wollen heute die Möglichkeiten vorstellen.

 

Beim klassischen Zahnersatz dienen die verbliebenen Zähne als Anker für die Ersatzzähne. Zu ihnen zählen die Brücke und die Prothese als herausnehmbarer Zahnersatz. Bei Zahnlosigkeit bietet sich als Alternative die Totalprothese an. Definitionsgemäß werden auch Kronen zum Zahnersatz gezählt. Allerdings ersetzen Kronen keinen Zahn, sondern stabilisieren ihn.

 

Brücke

Sie haben eine Lücke, die von Zähnen begrenzt ist? Sie können als Ankerzähne für eine Brücke dienen. Die Brücke ist eine festsitzende Rekonstruktion. Als Material dient heute vor allem Keramik. Die die Lücke begrenzenden Zähne werden dann mit Kronen versorgt, die durch ein Brückenglied miteinander verbunden sind.

Wenn die Lücke jedoch zu groß ist, wird ein herausnehmbarer Zahnersatz bevorzugt, um die weit auseinanderliegenden Zahnpfeiler nicht zu überbelasten.

Vorteile: Fester Halt / Keine OP / Sehr gute Ästhetik / Schnelle Umsetzung

Nachteile: Abschleifen der Zähne / Evtl. Knochenabbau unter dem Brückenglied

 

Klammerprothese

Die Klammerprothese ist die einfachste Möglichkeit, fehlende Zähne zu ersetzen. Dazu werden Kunststoffzähne in eine Prothese gebaut, die mittels gebogenen Drahtklammern oder Gussklammern (Stahl) an der Restbezahnung Halt findet.

Da die Herstellung sehr unkompliziert ist, wird diese Prothesenform oft für Sofort-Prothesen (nach Extraktion) oder Zwischenlösungen.

Vorteile: Einfache Herstellung / Niedrige Kosten / Kein Beschleifen

Nachteile: Lockerer Halt / Verminderte Kaufähigkeit / Sichtbare Klammern / Restzähne werden stark belastet

 

Teleskopprothese

Die Teleskopprothese wird auch Doppelkronenprothese genannt. Sie erzielt ihren guten Halt durch die Reibungshaftung von ineinander laufenden Innen- und Außenkronen. Die Innenkronen werden im Allgemeinen aus Gold hergestellt. Die Prothesenzähne sind komplett in Zahnfarbe (Kunststoff/Keramik).

Vorteile: Guter Halt / Mit Implantaten kombinierbar / Gute Belastung der Restbezahnung / Sehr gute Ästhetik und Pflege

Nachteile: Abschleifen der Zähne / Höhere Kosten

 

Vollprothese

Die Vollprothese besteht komplett aus Kunststoff. Dabei bedeckt die Basis im Oberkiefer den gesamten Gaumen. Im Unterkiefer ist die Auflagefläche sehr viel kleiner. Der Flüssigkeitsfilm zwischen Prothese und Kiefer sorgt für einen Saugeffekt.

Vorteile: Niedrige Kosten / Mit Implantaten kombinierbar / Gute Ästhetik und Pflege

Nachteile: Druckstellen / Ungenügender Halt

 

Was übernimmt die Krankenkasse / Versicherung?

Die Versorgung mit Zahnersatz gehört bei den privaten und gesetzlichen Versicherungen zu den klassischen Erstattungsleistungen. Sie werden entweder prozentual (privat) oder mit Festzuschuss (gesetzlich) erstattet.

Bitte reichen Sie deshalb den Therapieplan immer vor der Behandlung bei Ihrer Versicherung ein. Nur so wissen Sie, wie hoch Ihr Eigenanteil ist.

 

Fazit

Sowohl Brücken als auch Prothesen bieten in vielen Fällen eine gute Alternative zu Implantaten. Die Entscheidung für den klassischen Zahnersatz ergibt sich einerseits aus individuellen Besonderheiten des Zahnstatus und andererseits aus finanziellen Möglichkeiten.

 

Für Ihr schönstes Lächeln – Ihr smart teeth Team

2018-09-01T15:40:37+00:001. September 2018|Allgemein|